Schülerinnen und Schüler nehmen teil an der Stolpersteinverlegung

1. Juli 2018

Seit 1995 erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt STOLPERSTEINE an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohn-, Arbeits- oder Lernort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. 2002 hat der Hamburger Peter Hess dieses Projekt in die Hansestadt geholt, wo seither über 5.100 Gedenksteine auf ermordete Menschen aus Hamburg aufmerksam machen. (Weitere Informationen: http://www.stadtteilarchiv-eppendorf.de/author/maria-koser/)

Am Dienstag, 26.6.2018, durfte auch die Klasse 10C des Gymnasiums Eppendorf zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Oppenländer an der Verlegung von sieben Stolpersteinen teilnehmen. Das Besondere an dieser Verlegung war, dass alle Stolpersteine an eine Familie erinnern, die Familie Wiener, und dass alle Angehörige dieser Familie überlebt haben, d. h., sie konnten sich durch eine rechtzeitig Flucht in die USA vor dem Tod retten. Gelebt haben hier – rund um das Gymnasium Eppendorf – Hedda, Walter, Peter und Hannelore Marie (Lehnartzstr. 13), Freddy Nobert und Kurt Egon (Goernestr. 4) und Elise Wiener (Oderfelderstr. 23).

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Frau Mauerer und Frau Koser vom Stadtteilarchiv Eppendorf, die uns zu dieser Veranstaltung eingeladen haben.

Vor vielen Häusern in der Hegestraße erinnern Stolpersteine daran, dass hier Juden gelebt haben, die fast alle während der nationalsozialistischen Herrschaft deportiert und ermordet wurden. Vor dem Gymnasium Eppendorf finden sich jedoch keine Stolpersteine, doch werden wohl auch jüdische Schüler die ehemalige Oberrealschule für Jungen besucht haben. Was ist aus ihnen geworden? Dieser Frage nachzugehen, regte Herr Hess, der Vorsitzende des Projekts STOLPERSTEINE in Hamburg, die Schülerinnen und Schüler der 10Can.

(Oppenländer)

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