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Kunst

Die Kunst ist am Gymnasium Eppendorf ganz oben.

Ziele

Wozu brauchen wir Kunst oder gar Kunstunterricht?– „Die Kunst ist es, die dem Menschen erlaubt, mit sich bekannt zu werden, sie gewährt ihm die Erfahrung der Freiheit, der Schönheit und der Erkenntnis. Die Kunst ist das große Spiel, das dem Menschen die Welt erschließt.“ (Ulrich Raulff)

Von einem Direktor des Deutschen Literaturarchivs erwartet man natürlich, dass die Kunst bei dieser Frage im Mittelpunkt steht. Dass Ulrich Raulff aber von einem Bankmanager zitiert und interpretiert wird, ist weniger selbstverständlich. Walter Zügel, ehemals Vorsitzender der Landesbank Baden-Württemberg, erörtert dabei, ob Wirtschaft ohne Kultur und Kultur ohne Wirtschaft vorstellbar sei. Natürlich handelt es sich um eine rhetorische Frage!

Kunst hat keine rein dekorative Funktion – Kunst kann mehr. Sie erschließt uns in unvergleichlicher Weise die Welt, macht Unsichtbares sichtbar und hilft, die Wirklichkeit aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen und darzustellen. Sie kann die Alltagsgewohnheiten provokativ durchbrechen und lässt uns die Welt neu erblicken, sie lässt das Neue und Fremde als wichtig und bedeutsam erleben.

Kunst macht dabei aber auch Arbeit. Genießerisch zurückgelehnt ist sie nicht zu haben. Die intensive Auseinandersetzung mit ihr verlangt nach theoretischer Reflexion wie nach eigener gestalterischer Praxis.

Ein zeitgemäßer Kunstunterricht umfasst viele Themenfelder, vom Grafikdesign bis hin zum Mode- oder dem Produktdesign, von der pingeligen Graphitzeichnung bis hin zur inszenierten Fotografie oder zur provokanten Videoinstallation, vom Architekturmodell aus Damenstrumpfhosen bis hin zur intellektuellen Auseinandersetzung mit den Formen der Postmoderne oder des zeitgenössischen Dekonstruktivismus.

Damit erfüllt der Unterricht in besonderer Weise den allgemeinen Bildungsauftrag kultureller Kompetenz. Wir leben in einer visuell geprägten Kultur. Kinder und Jugendliche, die in diese Kultur hineinwachsen, brauchen ein Fach, das Grundlagen bereitstellt, für die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Bildwelten von heute und morgen.

Ausstattung

Die Kunst am Gymnasium Eppendorf ist ganz oben: Mit Blick über die Dachetagen von Eppendorf findet der Kunstunterricht in großen lichtdurchfluteten Fachräumen statt, die klassische künstlerische Techniken (Zeichnung, Malerei, Plastik, Objekt, Drucktechniken, Modellbau, digitale Fotografie und Bildbearbeitung) ermöglichen sowie den Theorieunterricht mit modernen Reproduktionstechniken unterstützen. Es gibt ebenso einen Brennofen für Ton wie eine Klassenausstattung zur digitalen Bildbearbeitung und Internetrecherche.

Wettbewerbe

Durch die Teilnahme an einem Wettbewerb verwirklichen unsere Schülerinnen und Schüler als Einzelpersonen oder als Mitglieder einer Arbeitsgruppe unter Anleitung und Förderung unserer Kunstlehrkräfte die Forderung nach selbstständigem entdeckendem Lernen. Wir begreifen Kunst-und Kreativwettbewerbe als eine wertvolle Ergänzung des schulischen Unterrichts. Die intensive Beschäftigung mit einem bestimmten Teilbereich eines Themas vertieft und erweitert die Kenntnisse.

So nehmen wir an vielen regionalen wie überregionalen Wettbewerben teil, loben aber auch selbst eigene schulintern aus. In Klasse 10 gibt es jedes Jahr einen Wettbewerb im Bereich der Fotografie, in Jahrgang 11 eine Ausschreibung zur Bebilderung des jährlich erscheinenden Buches der Schreibwerkstatt zum zweiten Semesterthema im Fach Deutsch oder wir entwickeln Wettbewerbe, an denen alle Klassenstufen sich mit allen Medien und Verfahrensweisen künstlerisch beteiligen können wie „Rot“, „Baden gehen“ oder z.B. zum Verpackungsdesign-Wettbewerb „faire Schokolade“. Wir nehmen erfolgreich teil an: „Paintbus“, „Deutscher Jugendfotopreis“, „Plakat- und Liederwettbewerb der Hamburger Polizeiverkehrslehrer“, u.a.

Außerschulische Lernorte

In jedem Schuljahr werden außerschulische Lernorte und außerschulische Partner für Projekte aufgesucht. Die Ausstellungsbesuche und der Austausch mit außerschulischen Experten wie z.B. Architekten, Designern, Künstlern oder auch zu anderen Institutionen der Kultur sollen die Interessen, Fähigkeiten und Neigungen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers erweitern und stärken. In den Kooperationen wird gearbeitet und geforscht: Von dem Besuch der Werbeagentur über Museums-, Werkstätten- und Atelierbesuche bis hin zu Besuchen anderer wichtiger kultureller Orte der Kunst, der Architektur oder der Alltagskultur.

Gefestigte Kontakte bestehen zu Hamburger Werbe- und Medienagenturen, der Hamburger Kunsthalle, den Deichtorhallen, zur Hamburgischen Architektenkammer (Initiative Architektur und Schule / Frau Szepanski), dem Auktionshaus Villa Grisebach (Frau Busold), der Galerie Schimming („15 Quadrat – Kunst macht Schule“), der Rene Spiegelberger Stiftung, u.a.

Besonderheiten

Bei uns beginnt der Wahlpflichtbereich in den Künsten ab Klasse 9, bis dahin ist es möglich, die Fächer Musik, Theater und Kunst auch parallel belegen zu können.

Die Begabtenförderung in Klasse 7 lockt mit dem Thema „Kunst und Kunstmarkt“ In Klasse 8 bieten wir in der Begabtenförderung „Street Art“ an, in Kooperation mit Hamburger Künstlern oder Galerien.

In der Oberstufe kann das Profil „Bildwelten – Weltbilder“ gewählt werden, es verknüpft das profilgebende Fach Kunst (sechsstündig mit zwei Stunden Seminar inkludiert) mit dem Fach Geschichte (vierstündig) und ermöglicht besondere fächerverbindende Projekte.

Regelmäßige Angebote im künstlerischen Bereich für das Ganztagsangebot in der Sekundarstufe I runden das Angebot über den Unterricht hinaus ab.

Die Kunst am Gymnasium Eppendorf spielt einfach „ganz oben“ mit.

Fachleitung

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