CLOSE

Sitemap

Suchen
Suchen Sitemap
CLOSE
30. April 2024

Poetry-Slam Städtebattle im Schauspielhaus

Text und Fotos: Emily Thoß

„Manchmal zwischen zwei Städten und manchmal zwischen zwei Regionen, aber immer ist es ein Kampf zwischen zwei Welten, die am Ende das gleiche wollen: […] Geschichten zu erzählen von all den kleinen Momenten und Gedanken, von den Nachhausewegen und langen Nächten, vom Scheitern und von der Liebe, vom Taumeln und vom Aufstehen“ (Quelle: instagram.com/kampfderkuenste).

Dieser Beschreibung eines Städtebattles von dem Veranstalter „Kampf der Künste“ bleibt wenig hinzuzufügen…

Vergangenen Mittwochabend besuchten einige Deutschkurse des 11. Jahrgangs das im Deutschen Schauspielhaus ausgetragene Poetry-Slam Städtebattle Hamburg vs. München. Dabei trafen die besten Poetry-Slammer Hamburgs auf eine starke Konkurrenz aus Bayern. Über zwei Stunden konnte das Publikum vier spannende Battles, bestehend aus insgesamt acht Auftritten, verfolgen, bevor im Finale schließlich die zwei am besten bewerteten Künstler gegeneinander antraten.

Alle Künstlerinnen und Künstler präsentierten eine Vielzahl an oftmals ironischen und bisweilen provokanten Texten, die eine große Bandbreite von Themen abdeckten: Von der Schilderung des typischen Arbeitsalltags bei einem Start-Up über die auf dem Land verbrachte Jugend bis hin zur mit einem Zwinkern versehenen Kritik an der katholischen Kirche war alles Mögliche dabei.

Ein besonderer Reiz bestand während der Battles vor allem darin, dass fünf aus dem Publikum ausgewählte Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter auch eine Schülerin des Gymnasium Eppendorf, die Vorträge mit riesigen Schautafeln auf einer Skala von 0,0 bis 10,0 bewerteten und auf diese Weise den jeweiligen Gewinnertext bestimmten. Im Finale wurde der Sieger dann wiederum auf eine etwas andere Art ermittelt: Das Publikum entschied sich mit tosenden Applaus für die Münchnerin Ana Lucia als Gewinnerin des Abends. Trotz dem aus Hamburger Sicht verlorenen Städtebattle war es auch vor allem dank der humorvollen Moderation von David Friedrich ein sehr amüsanter und kurzweiliger Abend, der dem Großteil des Publikums mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Top