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26. Februar 2024

Besuch des Kunstprofils S4 im WOODS ART INSTITUT- Die Kunstsammlung von Rik Reinking

Am Donnerstag, den 18. Januar, waren wir als Kunstprofil S4 in der Ausstellung „HOMO LUDENS – Über das Spiel der Kunst“. Schon beim Betreten des weitläufigen Anwesens in Wentorf war die künstlerische Vielfalt der Sammlung nicht zu übersehen. Neben den verteilten Skulpturen und der WAI- Galerie bietet das Gelände auch Raum für eine Pension, eine Malschule und zwölf Künstlerateliers.

Marco Berg hat uns freudestrahlend in Empfang genommen und durch die 16-räumige Ausstellung geführt. Sein tief reichendes Wissen gab den ausgestellten Werken noch mehr Bedeutung. Bei den Arbeiten handelte es sich nicht nur um Gemälde, sondern auch um Artefakte, Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten. Doch verbindet alles die zeitgenössische Relevanz.

Beim Betrachten eines Kunstwerkes der renommierten deutschen Künstlerin Katharina Grosse im Raum der „Verwürfnisse und Ideen der Kunst“ trafen wir auf den Sammler Rik Reinking persönlich. Dieser begegnete uns ebenfalls sehr freundlich in seiner eigentlich bereits zum Umbau vorgesehenen Galerie.

Im besagten Raum hing auch das Werk „Mao II (Das Rote Buch)“ des deutschen Bildhauers Olaf Metzel. Beeindruckend an dieser Objektkunst aus dem Jahr 2014 war die Größe der deformierten, beidseitig bedruckten Aluminiumplatte. Durch die verbogene Platte und den Aufdruck eines chinesischen Zeitungsartikels entsteht die Optik einer übergroßen zerknüllten Zeitung. Dabei ist das Kunstwerk nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern regt auch zum Nachdenken an. Metzel spielt mit wichtigen aktuellen Ereignissen, indem er sie provokant darstellt. So erscheint das jeweilige Thema durch das Zerknüllen verjährt und nicht mehr von Relevanz zu sein, wobei die Größe das Gegenteilige beweist. Somit fand ich das Werk besonders und hervorstechend.

Auch gefiel mir die Vielfalt der Ausstellung. So waren nicht nur die Themen mit „Politik“, „Auflösung und Explosion“, „Zeit und Spaß“ sehr divers, sondern auch die Künstler der ausgestellten Werke. Neben Henrik Eiben, Banksy und Jonathan Borofsky waren auch Baldur Burwitz und Bredan Fowler vertreten.

Die Ausstellung „Der Spielende Mensch“ ebnete den Weg für ein besseres Verständnis für die moderne und zeitgenössische Kunst. Vor allem den Dialog zwischen Werk und Betrachter fand ich inspirierend.

Text von: Liv Kuhlow, Kunstprofil S4 (We)
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