„ich bin mehr als nur ein fluss ich bin kultur ich bin geschichte ich bin leben ich bin tod ich bin elbe“
So endet eine der zwölf Geschichten, die in der zurückliegenden Woche während der 10. Schreibwerkstatt – unter der Anleitung des Hamburger Autors und Schreibtrainers Alexander Posch – entstanden sind. Anders als in den Schreibwerkstätten der vorangegangen Jahre, die sich an Lektüren und Filmen des Deutschunterrichts orientierten, hat sich die Jubiläumsschreibwerkstatt institutionell und thematisch geöffnet, weil sie sich am Literaturfestival „Hamburg liest die Elbe“ (vom 5.5. bis 6.6.2025) beteiligen will.
Worüber haben nun die zwölf jungen Autorinnen und Autoren (Jg. 11) geschrieben, wie haben sie sich von der Elbe inspirieren lassen? Noah z. B., von dem das obige Zitat stammt, hat drei Briefe verfasst, im letzten antwortet die Elbe und sie spricht zu einer Mutter und ihrem Sohn, der sich das Leben in der Elbe genommen hat. Mehr wird hier nicht verraten, vielleicht so viel: Die Idee ist an Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“ angelehnt.
Die Elbe weckt nicht nur Erinnerungen, sie beflügelt auch die Phantasie – das spürt man z. B. in EmmysFantasy-Geschichte „Elbzauber“ oder in Sonalis Legende „Finderlohn“ über den Zauberfisch Baldur. Was Hamburg mit Istanbul verbindet, die Elbe mit dem Bosporus – darüber hat Derin in „Der Ruf der Perle“ nachgedacht. Und was hat Fußball mit der Elbe zu tun, fragt Mia in „Wo das Gras das Wasser trifft“. Abenteuerliche Züge spürt man in Christians Bootsausflug, was sich auch im Titel spiegelt: „Blutige Elbperlen“.
Hier die weiteren Texte, deren Anfänge bei der Werkstattlesung vorgetragen wurden:
„Kommen und Gehen“ von Lisbeth
„No.3 Gefrorne Tränen“ von Martha
„Die Kaiserin“ von Hans
„Die Elbe – ein Fluss in dir“ von Lilly
„Nagende Angst“ von Lennard
„Für immer und ewig“ von Felicitas
Was sich hinter diesen sechs Titeln verbirgt, welche Figuren in den zwölf Geschichten auftreten, ob es ein Happy End gibt, das verraten die Jungautorinnen und -autoren am 3. Juni 2025, 19 Uhr (Aula) im Rahmen von „Hamburg liest die Elbe“.
Vielen Dank an alle, die bei der Lesung dabei waren und die Schreibwerkstatt unterstützt haben!























