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5. April 2022

Qualifizierung für das Bundesfiale „Jugend debattiert“ – Im Gespräch mit Debattant Constantin

Im Hamburger Landesfinale „Jugend debattiert“ hat Constantin Schweizer den 2. Platz errungen und sich damit für das Bundesfinale in Berlin im Juni qualifiziert, wo er sich mit den 32 besten Debattanten Deutschlands messen wird. Vorher geht es zu einem Vorbereitungsseminar auf Burg Rothenfels in Bayern.

Wir wünschen Constantin viel Erfolg für das Finale in Berlin.

 

Die ganze Debatte kann man sich unter dem folgenden Link online ansehen (ab ca. 1.16.00):

 

 

Wir haben Constantin zum Wettbewerb „Jugend debattiert“ und zum Debattieren befragt:

Von Vöhren: Wie bist du zum Debattieren gekommen?

Das Format der strukturierten Debatte, wie sie bei „Jugend debattiert“ praktiziert wird, habe ich bereits im Deutschunterricht in Klasse 8 kennengelernt. Zudem war ich schon damals politisch interessiert und deshalb gegenüber der Debatte von gesellschaftlichen und politischen Fragen aufgeschlossen.

Was reizt dich an „Jugend debattiert“?

Der Wettbewerb bietet einen Anlass, um mit anderen interessierten und informierten SchülerInnen zusammenzukommen, und eine gute Plattform, um gegenseitig Meinungen und Argumente auszutauschen. Besonders interessant ist es dabei, sich über beide möglichen Positionen zu einer Frage zu informieren und Argumente vorzubereiten. Reizvoll ist die Recherche in interessanten Bereichen sowie die wiederkehrende Erkenntnis, dass viele Fragen von beiden Seiten aus schlüssig beantwortet und begründet werden können.

Manche finden: Debattieren ist langweilig. Was entgegnest du ihnen?

Eine Debatte kann über spannende und wichtige Themen informieren. Somit kann sie zur politischen Bildung beitragen, aber auch überzeugen und dadurch zu echten Veränderungen führen. Da eine Debatte viele Freiräume für eigene Schwerpunktsetzungen lässt, ist es immer möglich, die Debatte durch die eigene Teilnahme mitzugestalten und interessante Aspekte besonders zu betonen.

Über welche Streitfrage würdest du gern einmal debattieren?

Für mich sind Diskussionen mit aktueller gesellschaftlicher Relevanz besonders spannend. Da die Debatte immer einen Anlass bietet, sich über bisher unbekannte Themen zu informieren, sind besonders Fragen und Themen interessant, mit denen man selbst nicht rechnet und bei denen man somit viel lernen kann. Gerne würde ich einmal über die allgemeine Impflicht gegen SARS-CoV-2 debattieren, da die persönlichen Positionen bei vielen gefestigt zu sein scheinen und eine Debatte in solch einer Situation das Verständnis für andere Meinungen fördern kann.

Beim Referat oder in der mündlichen Prüfung: Aussetzer kennt (fast) jeder. Welchen Tipp hast du gegen Aufregung vor einer Debatte mit Publikum?

Mir fällt der Einstieg in solch einer Situation immer besonders schwer, weshalb ich versuche, diesen vorzubereiten. Das bietet mir Sicherheit und ermöglicht es mir, selbstbewusst in eine Debatte oder Prüfung starten zu können. Oft sind Aussetzer und Unsicherheit auch unbegründet, da man sich intensiv auf solch eine Situation vorbereitet hat. Mein Rat ist, den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und sich nicht von kurzen Unsicherheiten aus der Ruhe bringen zu lassen – meistens hat man eine ähnliche Situation schließlich schon einmal erfolgreich gemeistert.

Sollte eine Deutsch-Klassenarbeit in Jg. 8 durch eine Debatte ersetzt werden?

Ich durfte in Jahrgang 8 eine Klassenarbeit im Fach Deutsch durch eine Debatte ersetzen und habe dieses als praxisorientiertes Prüfungsformat wahrgenommen. Dadurch wurde mein Interesse am politischen Diskurs gesteigert. Im Hamburger Landesfinale wurde die Frage debattiert, ob eine Debatte als Prüfungsformat im Abitur eingeführt werden sollte. Ich habe mich vor allem wegen organisatorischer Bedenken dagegen ausgesprochen. Im Klasse 8 halte ich dies aber für eine tolle Möglichkeit, andere Fähigkeiten, als normalerweise in der Schule geprüft werden, unter Beweis zu stellen und somit viel über Diskussion und demokratisches Verständnis zu lernen.

Du hast den 2. Platz im Hamburger Landesfinale errungen und dich damit für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert. Was ist dein Geheimnis für eine gute Debatte?

Einerseits ist gute Vorbereitung vor einer Debatte ein extrem wichtiger Faktor, um eine Debatte erfolgreich bestreiten zu können. Andererseits muss man die Argumente und Vorschläge der anderen auf sich zukommen lassen und mit einer gewissen Unsicherheit über den Verlauf der Debatte zurechtkommen, weshalb neben Konzentration vor allem Spontaneität und schnelle Anpassung des eigenen Argumentationsganges gefragt sind.

„Dabei sein ist alles“ oder „Alles auf Sieg“? Was ist dein Ziel für das Bundesfinale im Juni?

Schon an der ersten Runde, dem schulinternen Wettbewerb, habe ich vor allem aus Freude an dem Diskurs und aus Interesse an politischen Debatten teilgenommen. Meine Erwartungen habe ich somit bereits übertroffen. Trotzdem möchte ich im Bundeswettbewerb mein Bestes geben. Unabhängig von meinem Abschneiden im Bundesfinale sehe ich dieses sowie die Teilnahme am Vorbereitungsseminar aller Landessieger als große Chance und fühle mich geehrt, im Namen des Gymnasium Eppendorfs und des Landes Hamburg an diesem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen.

 

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