Die Beobachtungsstufe (Klassen 5 und 6)


Schulzeitverkürzung
Am Ende der zweijährigen Beobachtungsstufenzeit steht eine fundierte Prognose über die weitere Schullaufbahn der Kinder. Im Zuge der Schulzeitverkürzung wurde der Unterrichtsstoff komprimiert und die Wochenstundenzahl erhöht. Darüber hinaus setzt die zweite Fremdsprache - Latein oder Französisch - schon in Klasse 6 ein.
 
Vereinheitlichung des Wissensstands
Die Kinder kommen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen aus den Grundschulen und werden von uns dort „abgeholt“, wo sie leistungsmäßig stehen. Das bedeutet: Wir gehen individuell auf die Kinder ein und wiederholen Unterrichtsinhalte, um möglichst auf einen einheitlichen Stand zu kommen. Die enge Kooperation mit den umliegenden Grundschulen ist dabei sehr hilfreich.
 
Methodenkompetenz und Eigenverantwortliches Lernen
Angesichts der zunehmenden Fülle an Informationen und Inhalten, mit denen Schülerinnen und Schüler heute innerhalb und außerhalb der Schule konfrontiert werden, wird es immer wichtiger, das eigenverantwortliche Lernen und die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Wir haben am Gymnasium Eppendorf ein Programm zur Förderung wichtiger/zentraler Arbeitsmethoden und –fertigkeiten entwickelt, das den Schülerinnen und Schülern Grundfertigkeiten auf dem Weg zu eigenverantwortlichem Lernen und Sicherheit im Umgang mit verschiedenen Arbeitsmethoden vermitteln soll. Wir haben das Methodenlernen in folgende Bereiche gegliedert:
 
Bereiche des Methodenlernens
  • „Ordnung schaffen und halten“
  • „Formen des miteinander Arbeitens“
  • „Selbstständige Er- und Aufarbeitung von Themen“
  • „Präsentation von Themen“
Für die Erarbeitung der einzelnen Bausteine dieses Methodenprogramms sind, beginnend mit Jahrgangsstufe 5 bis einschließlich Klasse 9, jeweils bestimmte Fächer verantwortlich; in den Folgejahren werden die Methoden wiederum in anderen Fächern wiederholt und vertieft. In einem eigens dafür angelegten Methodenordner sammeln die Schülerinnen und Schüler die Materialien zu den einzelnen Methodenbausteinen, so dass sie darauf während ihrer Schullaufbahn immer wieder zurückgreifen können.
 
Soziales Lernen im Klassenrat
Zu den fachlichen, gymnasialen Ansprüchen kommt die soziale Komponente. In Klasse 5 versuchen wir, die Kinder aus den verschiedenen Grundschulen zu einer intakten Klassengemeinschaft zusammenzuführen. Siehe hierzu auch Hege Helping Hands.
 
Buntes Schulleben
An Klassenlehrertagen und in den Klassenratsstunden werden grundlegende Regeln für das tägliche Miteinander erarbeitet und eingeübt. An Bastelnachmittagen, auf Klassenfesten, Flohmärkten und Schuldiscos zeigt sich das Gymnasium Eppendorf nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als eine Stätte der Begegnung und des Austausches im Stadtteil (z.B. „Wheels of Emotion“, Adventsbasare)
 
Medienkompetenzen
In den Klassen 5 und 6 beginnen wir mit dem Einstieg in unser Curriculum Medienerziehung, das an den Unterricht angebunden ist.
 
Beobachtungsstufe als Beratungsstufe
Als Letztes sei die enge Zusammenarbeit des Kollegiums mit den Eltern erwähnt. Elterngespräche, Elternabende, Elternstammtische, Elternsprechtage, die pädagogischen Konferenzen und Treffen der Klassenelternvertreter mit dem Stufenkoordinator gehören zu den Standards.