Jeder Künstler ein Unikat – Christian Awe in der „Unikat“-Serie der Rene Spiegelberger Stiftung

6. November 2017

Am Mittwochabend, 11.10.2017 waren wir zur Vernissage und Künstlergespräch von Rene S. Spiegelberger in seiner Stiftung, An der Alster 21, 20099 Hamburg eingeladen.

Christian Awe zeigt dort eine Soloshow und das neue Unikat-Heft wurde vorgestellt. Diese Hefte sind vollwertige Monographien mit einer umfassender Werkschau, einem kunsthistorischem Begleittext und Interview.

Gerade hat das gesamte Kunstprofil S1 einen Sammelband der Unikatserie von Herrn Spiegelberger geschenkt bekommen.

Vielen herzlichen Dank.

Wir freuen uns sehr über diese tolle Zusammenstellung von Werkmonographien zu den Künstlern Franz Erhard Walther, Frans Roermund, Markus Lüpertz, Christopher Lehmpfuhl, Jochen Hein, herman de vries, Fernando de Brito, Giovanni Castell, Christian Awe, Katja Aufleger; XooooX, Simon Schubert, SEO, Michael Wesely, Marc Lüders, Gabriel Dubois, Martin Spengler, Felix Rehfeld, Ki Yoon Ko, Tobias Hantmann

Das Kunstprofil S1 und Janina Arlt

 

Assoziative Gedanken von Paula Krägel, S1 Kunstprofil

Zum Erlebnis des Abends und zum Künstler Christian Awe

„1978 Berlin. 2005 Berlin. 2006 Berlin. 2011 Princeton.

In meiner Kindheit war mir die Kunst fremd. Beschrieben hatte ich mich mit ihr selber nie. Den Weg zur Kunst fand ich durch den Sport. Als es diesen nicht mehr gab, war die Kunst es, welche mir Halt gab.

Bekannt bin ich durch meine urban-expressionistische Kunst. Die Werke setzen sich aus verschiedenen Lebensgeschichten – ob Tragödie oder Lebensglück – zusammen.

Manche meinen ein Chaos zu sehen, doch für mich ist es ein ordentliches Chaos.

Rhythmus. Wild. Ruhig. Kreativ. Doch nie unordentlich.

‚Farben sind natürlich schöne Kontraste. Kontraste, wie sie eben auch Städte haben.‘

In der Stadt geboren. In der Stadt aufgewachsen. Durch die Stadt beeinflusst. Doch hier ein Gegensatz: Wer meint, in meinen Werken nur ein Gefühl der Stadt zu bekommen, liegt falsch. Es geht weiterhin um Themen, wie die Flüchtlingssituation, Integration, Toleranz und um ein Wir- Gefühl. Diese Themen verarbeite ich in meinen Wasserspiel-Malereien. Um genau zu sein, in meinen 60 Wasserspielen. Wasserspiele, wie Leben dargestellt, geprägt von Ereignissen positiv, wie negativ.

Bunte Rinnsale, gestische Spritzer und eine Inspiration meiner selbst machen sie deutlich. Dadurch gebe ich den Ländern Farbe, Farbe welche sie brauchen. Die Farbe Blau, die Farbe der Unendlichkeit, Unendlichkeit der Meere – auch der einzige Weg der Flucht für viele Menschen.

‚Wir leben in bewegten Zeiten und in einer Welt, deren Grenzen sich stetig verschieben. Dies birgt Gefahren, bringt aber auch große Chancen mit sich, die wir erkennen und ergreifen müssen.‘

 Diese Gefahren verarbeite ich durch eine Rezeption von Realität, es ist ein ständiges Treiben, ein Wechsel von Eindrücken, Erlebnissen und auch einer Vergangenheit. Meistens drücke ich dieses durch meine Werke aus, meine „reinen“ Wasserbilder von 2015 zeichnen sich durch ihre scheinbar kompositorische Einfachheit aus, sie scheinen oft eine klare Richtung zu haben.

Sie sind milder als viele meiner Werke, wirken wie eine Verlangsamung in meinem Schaffen, doch bilden sie die Grundlage meiner Wasserspiele, einem neuen Werkzyklus, welche einen Teil der Sereie zu Unikat XII bilden.

Acryl. Ölkreide. Pigment. Papier. Unikat XII!

Es ist die Farbe für Menschen, welche diese in ihrem Leben brauchen!‘

 

Einblick: Publikation:

https://spiegelberger-stiftung.de/wp-content/uploads/2017/10/CA_UnikatXII_doppelt.pdf

 

Ausblick: Ateliergespräche:

Das Gespräch führte Rene S. Spiegelberger am 18. Februar 2016 in Christian Awes Atelier in Berlin.

https://spiegelberger-stiftung.de/ateliergesprache/christian-awe/

 

 

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